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  PROGRAMM im OKTOBER
 
 
 

Donnerstag, 6. Oktober, 20.30 Uhr
Freitag, 14. Oktober, 20.30 Uhr
Im Lauf der Zeit
Wim Wenders, BRD 1976, 170 Min., 35mm, dt. OV, s/w.
Mit: Rüdiger Vogler, Hanns Zischler, Lisa Kreuzer

Freitag, 7. Oktober, 21.00 Uhr
Donnerstag, 13.Oktober, 21.00 Uhr
Paris, Texas
Wim Wenders, Frankreich/BRD 1984, 147 Min., 35mm, OV/d/f.
Mit: Harry Dean Stanton, Aurore Clément, Nastassja Kinski; Musik: Ry Cooder

Samstag, 15.Oktober, 21.00 Uhr
Samstag, 8. Oktober, 21.00 Uhr
Buena Vista Social Club
Wim Wenders, D/USA/F/UK/Kuba 1999, 105 Min., 35mm, OV/d/f, Farbe.
Mit: Ibrahim Ferrer, Luis Barzaga, Ry Cooder, Juan de Marcos Gonzales, Carlos Gonzales, Ruben Conzales, u.a.

Donnerstag bis Samstag,
20. bis 22. Oktober, je 21.00 Uhr
La Nébuleuse du coeur
Jacqueline Veuve, CH 2005, 35mm, Farbe, 90 min., F/d

Donnerstag bis Samstag,
27. bis 29 Oktober, je 21.00 Uhr
Reitschule-Fest 2005
Resist! To Be with the Living
Karin Kaper, Dirk Szuzsies, D/Belgien 2004, 90 Min., DVD, OV/d


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3 mal Wim Wenders zum 60.
Im August ist er 60 geworden. Der deutsche Regisseur, Wim Wenders, der über ein Studium der Medizin und Philosophie über die Fotografie und Malerei zum Film fand, 1989 einen Ehrendoktortitel der Pariser Sorbonne erhielt und seit 1993 neben seinen Regietätigkeiten als Professor an der Hochschule für Fernsehen und Film in München lehrt. Mit einer ganz kleinen Reihe erweist das Kino in der Reitschule Wim Wenders die Ehre. Der Filmzyklus spannt einen grossen Bogen um Wenders Gesamtwerk.

Wieder einmal darf Mann und Frau sich freuen, den Freuden und Leiden einer Männerfreundschaft zuzusehen, die Im Lauf der Zeit zwischen Bruno (Rüdiger Vogler) und Robert (Hanns Zischler) entsteht. Im Lauf der Zeit (1976) ist aber nicht nur eine Geschichte über männliche Unzulänglichkeiten, Hoffnungen und Begierden, es ist eine feine Studie über die Abrechnung mit verkrusteten gesellschaftlichen Strukturen und eine von sanfter Trauer und leichtem Humor getragene Reise in eine vielleicht bessere Zukunft. Nicht zuletzt ist Im Lauf der Zeit auch eine Auseinandersetzung mit Film schlechthin: Eine Würdigung an alle «FilmoperateurInnen und KinobesitzerInnen der Welt». Diese stillen ArbeiterInnen sind es nämlich, die in Wenders Film über die «Kunst des Sehens» philosophieren. Weiter geht’s ins amerikanische Paris, Texas von 1984. Ein Roadmovie der besonderen Art mit einem unvergesslichen Soundtrack von Ry Cooder. Die kleine Wenders-Reihe endet schliesslich im Jahre 1999 in Kuba mit der legendären Band Buena Vista Social Club. Einer der Protagonisten des Films, Ibrahim Ferrer, ist im August im Alter von 78 Jahren gestorben. So wird dieser Zyklus zum 60. Geburtstag von Wim Wenders gleichzeitig eine Hommage an einen begnadeten kubanischen Sänger.
In eigener Sache möchten wir euch noch auf die kommende SVP-Initiative «Keine Sonderrechte für die Reitschule» hinweisen. Nähere Informationen entnehmt bitte der website des Solidaritätskomitees «Reitschule Bleibt!».
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Donnerstag, 6. Oktober, 20.30 Uhr
Freitag, 14. Oktober, 20.30 Uhr
Im Lauf der Zeit
Wim Wenders, BRD 1976, 170 Min., 35mm, dt. OV, s/w.
Mit: Rüdiger Vogler, Hanns Zischler, Lisa Kreuzer

im Lauf der Zeit

Robert setzt seinen Käfer mit Vollgas in die Elbe. Eine Sandbank vereitelt allerdings den halbherzigen Selbstmordversuch. Bei Bruno, der in Kleinstadtkinos Projektoren repariert, findet Robert nicht nur trockene Kleider, sondern durch dessen Freundschaft auch einen Neubeginn. Auf ihrer Reise in Brunos altem Möbelwagen entlang der deutsch-deutschen Grenze reden sie über Sehnsüchte, Frauen, Einsamkeit und Jugenderinnerungen. Sie erkennen – im Lauf der Zeit – welche Möglichkeiten noch vor ihnen liegen…

Der «Easy Rider» des deutschen Films erhielt 1976 den Preis der Internationalen Filmkritik in Cannes, den Goldenen Hugo in Chicago sowie das Prädikat: Besonders wertvoll! Das poetische Road-Movie zählt zu Wenders schönsten Filmen.



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Freitag, 7. Oktober, 21.00 Uhr
Donnerstag, 13.Oktober, 21.00 Uhr
Paris, Texas
Wim Wenders, Frankreich/BRD 1984, 147 Min., 35mm, OV/d/f.
Mit: Harry Dean Stanton, Aurore Clément, Nastassja Kinski; Musik: Ry Cooder


Paris, Texas


Wenders schlafloser Held, der am Anfang des Films zunächst stumm und scheinbar ohne Gedächtnis quasi vom Wilden Westen ausgespuckt wird, heisst Travis. Nachdem er halb verdurstet zusammengebrochen ist, kontaktiert der behandelnde Arzt seinen Bruder Walt, der seit vier Jahren nichts mehr von Travis gehört hat. Walt kommt von L.A. nach Texas geflogen, um seinen Bruder abzuholen, doch die Annäherung zwischen den beiden ist schwierig. Immer wieder büchst Travis aus, er scheint versessen darauf zu sein, zu einem öden Stück Land zu gelangen, dass er per Post gekauft hat: Ein Grundstück in der Stadt Paris, Texas.

Kein rasantes Roadmovie aber höchste Sensibilität in der Handlung und unaufdringliches Zusammenspiel zwischen der Musik von Ry Cooder und den erlesenen Bildern von Robby Müller sowie der darstellerischen Leistung von Harry Dean Stanton und Nastassja Kinski.


 
Samstag, 15.Oktober, 21.00 Uhr
Samstag, 8. Oktober, 21.00 Uhr
Buena Vista Social Club
Wim Wenders, D/USA/F/UK/Kuba 1999, 105 Min., 35mm, OV/d/f, Farbe.
Mit: Ibrahim Ferrer, Luis Barzaga, Ry Cooder, Juan de Marcos Gonzales, Carlos Gonzales, Ruben Conzales, u.a.


Buena Vista Social


Wim Wenders hat dem Buena Vista Social Club einen lebhaften Dokumentarfilm gewidmet. Der Buena Vista Social Club ist ein Club wunderbarer alter kubanischer Herren, die ihre Liebe zur Soul-Musik bei bester Laune gehalten hat. Vollblutmusiker Ry Cooder hat sie, Ruben Gonzales, Compay Segundo und Ibrahim Ferrer sowie ihren Musikerkollegen Eliades Ochoa für seine Aufnahme von Buena Vista Social Club aus dem Rentnerdasein geholt. Und Wim Wenders hat sie gemeinsam mit den Kameramännern Jörg Widmer und Robby Müller beim Proben, im Studio, bei Auftritten in Europa und USA, wo sie staunend durch die Strassenschluchten wandeln und natürlich in ihrer Heimat, z.B. zu Hause im Wohnzimmer, beobachtet.

Buena Vista Social Club ist nicht nur ein reiner Musikfilm. Er zeigt sehr einfühlsam, aber nie zu aufdringlich die verschiedenen Persönlichkeiten der Musiker. Des weiteren kommt die marode Stimmung, die Havanna ausstrahlt in phantastischen Bildern mit tollen Farben rüber.



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Donnerstag bis Samstag,
20. bis 22. Oktober, je 21.00 Uhr
La Nébuleuse du coeur
Jacqueline Veuve, CH 2005, 35mm, Farbe, 90 min., F/d


Le Nébuleuse di coeur


Eine Reise ins Herz – poetisch, ergreifend, grausam, ironisch, ja sogar manchmal zynisch. Sie führt uns ins Herz der Filmemacherin Jaqueline Veuve, zeigt ihre Sorgen, ihre Freuden, ihre medizinischen Probleme. Ein Pace-Maker muss ihr eingesetzt werden, was sie veranlasst, weit, sehr weit in die Herzen anderer vorzudringen: Christus und die «Sacré Cœur», die unglaubliche Geschichte rund ums Herz von Louis XVII., Menschen nach einer Herztransplantation – wie lebt man mit dem Herzen eines andern? Eine Reise auch ins Museum der Herzen: Liebeskissen, Herzen von Heiligen und von Jungfrauen, Herzen aus Wachs, aus Zucker, aus Gold; zum Metzger: Rinder-, Kälber-, Hühner- und Wachtelherzen; zum Chirurgen, der Herzen verpflanzt, und zum Gärtner, der Baumherzen transplantiert. Die Reise endet im «Palais des glaces», wo ein Gedicht uns einlädt, unser Herz zu verschenken.




 
 
Donnerstag bis Samstag,
27. bis 29 Oktober, je 21.00 Uhr
Reitschule-Fest 2005
Resist! To Be with the Living
Karin Kaper, Dirk Szuzsies, D/Belgien 2004, 90 Min., DVD, OV/d

Resist!


Das Kino in der Reitschule zeigt im Rahmen des Abstimmungsfestes, das am 28. und 29. Oktober in der Reitschule stattfindet, den Film «Resist – to be with the Living». Seit mehr als fünfzig Jahren reist das legendäre Living Theatre um die Welt, um Zeichen zu setzen und politisches Bewusstsein zu schaffen. Die Berliner Film- und TheaterregisseurInnen Karin Kaper und Dirk Szuszies, die am 28. und 29. Oktober im Kino anwesend sein werden, begleiten in seinem Film Resist! die charismatische Gründerin des Living Theatre Judith Malina und ihre Gruppe zum G8-Gipfel in Genua, auf die Strassen von New York nach den Anschlägen vom 11. September und nach Khiam, dem berüchtigten ehemaligen Strafgefangenenlager der israelischen Armee im Südlibanon. Das Living Theatre ist immer mittendrin und widmet sich den brennenden Fragen der Gegenwart!

Es beginnt mit Bildern vom Ground Zero am 16. September 2001: Der Ort des schrecklichsten Terroranschlags der Welt ist zu einem Symbol der Bedrohungen durch den weltweiten Terrorismus geworden und zugleich zu einem Mahnmal der Ohnmacht, diesem Phänomen zu begegnen. Die Reaktionen der USA mündeten schliesslich in zwei Kriege gegen Länder der so genannten Dritten Welt und setzten eine absurde Spirale aus Gewalt und Gegengewalt in Gang – gegen zum Teil erheblichen Widerstand. Wie so häufig an den Brennpunkten und Krisenherden der Welt, so war es auch hier eine Gruppe, die den Widerstand der einfachen Leuten vor allem in künstlerischer Form leistete – das legendäre Living Theatre. Inmitten all der Bekundungen von aggressivem Nationalismus und Militarismus setzten sie mit ihrem Theaterstück Resist Now! ein trotziges Fanal gegen die Politik des «Auge um Auge, Zahn um Zahn».

   



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