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LUSTIGER DIENSTAG
Projektbeschrieb
Lustiger Dienstag ist eine kontrollierte Vermengung von Serien-Theater mit Varieté- und Open-Stage-Elementen zu einer Comedy-Serie. Im Zentrum der sieben Abende stehen jeweils fünf GastkünstlerInnen, die für zehn Minuten eine “Carte Blanche” erhalten: SchauspielerInnen, KomödiantInnen, LiteratInnen, ClownInnen, MusikerInnen, MimInnen, TänzerInnen, ZauberInnen, Slam PoetInnen, AkrobatInnen, FilmerInnen und Performance KünstlerInnen aller Art, insgesamt rund 35 EinzelkünstlerInnen oder Gruppen. Die Lust am Humor und die Freude am Experimentieren mit künstlerischen Konzepten sind das Gemeinsame, was die verschiedenen Gäste des LuDi verbindet. Die Vielfalt, die Kürze und die Abwechslung der Nummern sind für Publikum und KünstlerInnen gleichermassen attraktiv. Für viele gestandene Bühnenprofis ist ein Auftritt am Lustigen Dienstag eine ideale Gelegenheit, um neue Nummern auszuprobieren, oder um auf eigene abendfüllende Programme aufmerksam zu machen. Andere KünstlerInnen nutzen ihren Auftritt, um spartenübergreifend neue Dinge auszuprobieren und Experimente zu wagen. Diese Auftritte sind oft einmalige Ereignisse im künstlerischen Schaffen der betreffenden Gäste, und für alle Anwesenden unvergessliche, exklusive Momente. Dazu kommen Auftritte junger Talente, die sich einem interessierten und kompetenten Publikum vorstellen möchten. Dass nicht immer alles gelingt, ja manchmal sogar Peinliches zu sehen ist, gehört mit zum Konzept des Lustigen Dienstags. Der offene Charakter garantiert Freiraum. Damit werden Spontaneität und Improvisation auf der Bühne möglich. Kein Lustiger Dienstag gleicht dem anderen, keiner geht wie geplant über die Bühne, aber alle sind abwechslungsreich, überraschend – und natürlich lustig.

Durch die Abende führt ein festes Ensemble, die LuDi-Crew. Sie bildet den wiedererkennbaren Rahmen um die verschiedenartigen Auftritte der Gäste. Die LuDi-Crew ist der “Fil Rouge” des Lustigen Dienstags und sorgt für den reibungslosen Ablauf der Show. Da wären zum Beispiel die beiden Bühnenarbeiter “Hell und Schnell”, die jeweils ihr Letztes geben, um innert kürzester Zeit die kompliziertesten Bühnenumbauten elegant und sauber zu bewältigen. Oder das kompetente Moderatoren-Duo “Olga Oschimek und Carl Brügel” streitet sich nie und ist immer bestens informiert und vorbereitet. Oder das Maskottchen “Max Havelaar”, das immer gleich kistenweise Bananen isst, um möglichst viel “Glück zu bringen”. Und wenn alle Stricke reissen, zieht der singende Art Direktor “Will Lee” den festgefahren Showkarren mit einem gekonnten “Kasperle-Theater” aus dem sprichwörtlichen Dreck.

Gemeinsam erzählt die LuDi-Crew eine einfache Fortsetzungs-Geschichte, die im Laufe der Spielzeit entwickelt wird, und deren Ausgang jetzt noch ungewiss ist. Angesiedelt ist die Geschichte im betrieblichen Umfeld eines Theaters mit seinen branchenspezifischen Tücken und den üblichen Begebenheiten des alltäglichen Berufslebens. Über die Folgen der letzten Lustigen Dienstag Staffel verteilt, geschah zum Beispiel dies: Der CEO Carl Brügel entlässt aus Spargründen seinen Art Direktor Will Lee. Als Reaktion darauf tritt der Rest der Belegschaft in einen unbefristeten Streik. Nur die begabte Moderatorin Olga Oschimek nicht, sie will sich stattdesen lieber einen neuen Job suchen. Um die Streikbrecherin umzustimmen und im Team zu behalten, greift Maskottchen Max Havelaar zum Äussersten und droht mit Selbstmord. Dadurch erweicht reiht sich Olga Oschimek widerwillig in die Streikfront ein. Seiner widerspenstigen Angestellten endgültig überdrüssig, tritt daraufhin Carl Brügel von seinem Posten als CEO des Lustigen Dienstags zurück. Wärend in der LuDi-Crew das Chaos ausbricht, schreibt Carl Brügel ein Buch über ganzheitliches Management...aber, um die Sache kurz zu machen, letzten Endes sind Leitung und Belegschaft beim abschliessenden Betriebsfest wieder glücklich vereint. Die Geschichte der LuDi-Crew und deren Umsetzung wird an wöchentlichen Proben der LuDi-Crew entwickelt und erarbeitet. Dazu kommen individuell gestaltete Beiträge einzelner Crew-Mitglieder, die in die Rahmenhandlung integriert werden. Geleitet und moderiert wird dieser Prozess durch die Regie. Für die nächsten sieben Lustigen Dienstage konnten wir die Sängerin, Schauspielerin und Regisseurin Brigitte Frey verpflichten.

Ein weiteres Element des Lustigen Dienstags sind die 90-Sekünder: Videofilme, die jeweils nach der Pause auf einem Monitor eingespielt werden. Darin belehren die Literaturwissenschaftlerin Carola von Clever Stutz und Privatdozent Kattelbach die Zuschauer und sorgen dafür, dass bei allem Humor der Ernst des Lebens nicht auf der Strecke bleibt. An jedem Lustigen Dienstag werden wir auch einen Wettbewerb durchführen, bei dem das Publikum seine Kreativität einbringen kann. Auf eine Nonsensfrage müssen die Zuschauer eine möglichst originelle Antwort finden. Zu gewinnen gibt es jeweils Preise wie: Hobelkäse, Fruchtkörbe, Speckseiten, Toc-Toc Schuhe, “Herr der Ringe” DVD’s oder Freikarten für das Stadttheater Bern.

In monatlichen Programm-Sitzungen werden die Gastkünstlerinnen aus den eingegangenen Anmeldungen ausgewählt und der Ablauf der Vorstellungen geplant. Durch einen intensiven Künstlerkontakt kann die LuDi-Crew inhaltlich auf die auftretenden Gäste eingehen, so dass spontane Interaktionen möglich werden. Grenze und Chance dieser Arbeitsweise ist die Tatsache, dass der Ablauf eines Lustigen Dienstags nie mit allen Akteuren geprobt werden kann. Es bleibt ein Restrisiko. Wir sind bereit, es einzugehen.


Mit freundlicher Unterstützung von:
SWISSLOS/Amt für Kultur Kanton Bern, KulturStadtBern, KLUBB, Burgergemeinde Bern, Jürg George Bürki-Stiftung, ...
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