


Von/mit: Gabriela Aebischer, Antonio Albanello, Michael Epp, Sibylle Heiniger, Chris van Herwijnen, Jost Krauer, Karin Maurer, Caroline Schenk, Dirk Vittinghoff. Technik: Walter Kohler. Fotos: Karin Scheidegger. Grafik: Michael Epp.

Das Oberthema von Kurtli VII, das verflixte Siebte, wird an allen Ecken und
Enden zu schrägen, schrillen und manchmal auch schmerzhaften Nummern ausgebaut.
‚Das
verflixte Siebte’ kennt man beispielsweise als emotional aufgeladenen Moment
in einer Beziehung. Man packt seine Siebensachen, muss über sieben Brücken
geh’n, sieht aus wie sieben Tage Regenwetter, hat sieben Leben, ist siebengescheit
oder gar ein Siebensiech. Zudem steht die Zahl Sieben für Unendlichkeit und
unaufhörliche Wiederholung. Auch KURTLI geht in die siebte Runde.
Nebst der
thematischen Aufarbeitung wird dem KURTLI-Konzept auch formal treu geblieben:
Es werden Abgründe des menschlichen Daseins gezeigt, die mit Hilfe von Überhöhung,
Abstraktion oder Absurdität zugespitzt sind. Das Konzept funktioniert, das
Publikum wird von dem rasanten Tempo, das auch stimmungsmässig schnell wechselt,
mitgerissen.
KURTLI sind eine Handvoll Kunstschaffende aus der Region
Bern. KURTLI kennt keine Scheu vor menschlichen Abgründen und übernimmt keine
Haftung für Schäden an sensiblen Publikums-Seelen!
Nur Abendkasse. Tür: 19:30h

Von/mit : Doraine Green, Arne Nannestad. Technik/Licht: Helena Hebing. Produktionsleitung: Michael Röhrenbach.

Roger und Judy machen sich mit einem iPod auf die Suche, herauszufinden, wer für ihren Frust im Speziellen und für den schrecklichen Zustand der Welt generell verantwortlich ist. Auf ihrer Reise durch das Land der Barbie-Puppen, Wüsten, Corn-Flakes-Felder und Ölpesten, werden sie mit verschiedenen Verschwörungstheorien konfrontiert. Sie können unter anderem nachweisen, dass Jesus eine Lesbe war, treffen fette Fundamentalisten, gierige Bankmanager, Machos, Odin-anbetende Anhänger der weiblichen Genitalverstümmelung und weltweit bekannte Ikonen mit der „License to kill“. Werden unsere Anti-Helden ihre Abenteuer überleben? Retten sie dabei auch Mutter Natur? Und wer wird am Ende sterben müssen?

Konzeption, Choreographie, Interpretation: Boyzie Cekwana. Dramaturgie: Guillaume Bernardi. Licht: Eric Wurtz. Kostüme, Requisiten: Lungile Cekwana. Chor: ChoReMio. Im Rahmen der Biennale Bern.

Boyzie Cekwana gilt als einer der renommiertesten Tanzschaffenden Afrikas. Im ersten Teil seiner Trilogie Influx Controls: I wanna be wanna be setzt er sich mit Fragen seiner Identität als afrikanischer Künstler vor dem Hintergrund der Apartheid und des Kolonialismus auseinander. Inspiriert wurde seine Arbeit von den „Influx Controls“, den 1923 erlassenen Gesetzen, die der schwarzen Bevölkerung Südafrikas verboten, sich in den Städten niederzulassen, was eine massive Einschränkung ihrer ökonomischen, politischen, sozialen und kulturellen Möglichkeiten bedeutete.
Tickets über www.starticket.ch und an den üblichen Vorverkaufsstellen.
Abendkasse
ab 19.30 Uhr

Konzept, Tanz, Jonglage: Jonas Althaus. Musiksoftware: Volker Böhm. Coaching, Produktion: Philippe Olza. Licht: Brigitte Dubach. Kostüm: Eva Karobath. PR: Patricia Wolfensberger. Grafik: Michael Zehnder.
„ ... Le hasard est l’expression poétique de la nécessité ... “Jean-Marc Genestie

. random . . ist ein humorvolles Aufeinandertreffen von Körper, Tanz, Jonglage
und elektronischer live Musik. Ein Gerät nimmt Töne auf, bearbeitet und verfremdet
sie, und bringt sie dann zufällig wieder ins Spiel. Mensch und Maschine verfangen
sich in einem theatralischen Dialog. Ein Wechselspiel von Zufall und Kontrolle.
Eine Jonglage auf einer fragilen Gratwanderung in einen neuen Klang- und Spielraum
von poetischer Zerbrechlichkeit.
Das Stück verzichtet bewusst auf eine narrative
Ebene. Während die Technik der Jonglage und die Choreografie Kontrolle und
Perfektion bedingen, bringen die Zufallsfunktionen des Softwareprogramms Unvorhersehbares.
Mit technischem Gleichmut nimmt die Maschine die Kontrollbemühungen des Tänzers
auf, verfälscht sie und fordert immer komplexere Muster der Bedienung. Jonas
Althaus kontert mit immer ausgefeilterer Jonglage. Durch seine Versuche, die
Maschine zu manipulieren, wird er Schritt für Schritt selbst manipuliert. Ein
Balanceakt zwischen Kontrolle und Kontrollverlust. Eine poetische Studie zur
Schwerkraft.
Reservation: www.random3.net

Regie, Text: Noo Steffen. Regie, Choreographie: Miriam Walther. Mit Esmée Liliane Amuat, Anna-Katharina Diener, Claudio Gatzke, Sibylle Hartmann, Nicolas Streit, Carlos Aguilar. Musik: Ben Etter, Fabian Gutscher, Pascal Nater, Pascal Steiner, Valeska Steiner, Evelinn Trouble, Trummer, Sebastian Urzendowsky. Gesangscoaching: Stephanie Szanto. Kostüm: Anne–Sophie Raemy, Anna Kindermann. Bühne: Marion Spillmann. Videosequenzen, Dokumentation: Sara Stäuble. Fotos: Valentina Suter. Technik, Produktionsleitung: Helena Hebing. Grafik: Die Ente. Assistenz: Katarina Elena Tereh.

Was bringt es mir, der oder die EINZIGE zu sein? Es bringt mich ausser Konkurrenz.
Denn in der Disziplin ICH bin ICH unschlagbar und jeder Makel ist Gewinn.
„Plan
B ist tot“ handelt von der Szene und ihrer übertriebenen Selbstbezogenheit.
Davon, dass Imagepflege ein üblicher Lebensinhalt geworden ist, davon, dass
sich Cafés und Friseure mit immer einfallsreicheren Namen überbieten, davon,
dass es cool geworden ist, nichts wirklich zu tun, ausser die eigenen bescheidenen
künstlerischen Veranlagungen zu pflegen und sich von jemand besser Begütertem
unterstützen zu lassen.
Vier junge Möchtegernkünstler erhalten die Möglichkeit,
in einer Kultursendung von sich zu erzählen. Das entspricht erstmal ganz ihren
Wünschen. Doch ist die Sendung der frustrierten Moderatorin vielleicht gar
nicht so professionell, wie sie es vorgibt zu sein? Warum antwortet der DJ
nicht, wenn man mit ihm spricht? Sind die anderen tatsächlich noch individueller
und verrückter als ich? Gesungen, getanzt, gefilmt, gesprochen. Ein Abend der
Selbstdarstellung und -verteidigung. Mit allen Mitteln der Kunst.
Reservation: sans.cible@gmx.ch. 079 313 66 74
Weitere Infos folgen!